***  ÄNDERUNG DER ÖFFNUNGSZEITEN  ***



Ihr Lieben,

Ich wurde heute gefragt:“ Michel, wie geht es Dir?“ Meine Antwort war: “Gut wie immer!“ - denn ich passe gut auf mich auf. 

Aber ich habe ein Problem, in den letzten Monaten habe ich immer wieder gemerkt, dass mir das Auflegen am Freitag im Padam nicht mehr gut tut.
Wie Ihr sicher wisst, habe ich kein Handy, keinen Laptop und auch kein Internet. Ich möchte diese moderne Technik nicht in meinen privaten Räumen haben, denn die permanente  Beschallung mit schlechten Nachrichten aus der ganzen Welt macht mir Angst. Ich mache mir Sorgen um die Menschen und komme selber nicht mehr zur Ruhe. Das bedeutet aber, um für euch immer die aktuellsten Songs spielen zu können, muss ich jedesmal meine Sohn oder einen guten Freund bitten, mir diese im Internet zu besorgen und auf CD zu brennen. Dann habe ich eine unpersönliche CD mit vielen verschiedenen Songs, die ich nicht mehr spüren kann. Ich versuche im Padam eine gute Mischung an Musik zu spielen und höre und spüre daher genau hin, welcher Song als Nächstes kommen könnte. Diese wahllose Mischung an Songs auf einer CD machen mir meine Arbeit sehr schwer und ich merke, wie mir meine Leidenschaft dabei verloren geht.


Dazu kommt, dass es für mich oft nur schwer auszuhalten ist, von großartigen Songs nicht mehr die Originalversionen zu spielen, sondern stattdessen moderne, mit monotonen elektronischen Beats unterlegte Abwandlungen dieser Songs. Ich respektiere natürlich, dass Ihr diese Art von Musik gut findet und gerne hören möchtet, aber für meine Ohren klingt das oft wie eine Vergewaltigung von Musik. Und was für mich auch immer schwerer zu ertragen ist, sind die zum Teil frauenverachtenden und gewaltverherrlichenden Texte einiger Songs von heute. Diese Sicht auf die Welt hat im Padam nichts verloren und ich möchte diese Texte dort in Zukunft nicht mehr hören müssen. 


Ihr Lieben, ich merke einfach, dass ich immer länger brauche um meinen Körper und meine Seele von den Schwingungen, die ich an so einem Freitag im Padam aufnehme, wieder zu reinigen.


Das alles wird noch verstärkt durch den permanenten Mangel an zuverlässigem Personal. Immer wieder muss ich selber mit anpacken, die Tresen füllen und Bierkisten schleppen, während ich eigentlich für euch Musik machen möchte. 

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen,
ab Juni 2026 die Öffnungszeiten des Padam zu ändern:

FREITAG: Padam Style - alle drei Monate, also 4x im Jahr!

SAMSTAG: Oldie-Abend - weiterhin monatlich. 

Ab Juli am Samstag Einlass erst ab 30 Jahren.

Zum Schluss noch die Antwort, auf eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird: „Michel, wie alt bist Du?“

Dafür möchte ich euch eine kleine Geschichte erzählen: Die Ureinwohner auf vielen Kontinenten dieser Erde, kennen nur drei Zahlen: 1 (für eine Papaya), 2 (für zwei Papayas) und viel, mehr brauchen sie nicht. 
Ich bin viel! Ich werde jeden Tag neu geboren und ich bedanke mich jeden Abend vor dem Schlafengehen dafür, dass ich diesen Tag gelebt habe. Aus diesem buddhistischen Gedanken heraus feiere ich daher keinen Geburtstag und auch kein Weihnachten oder Sylvester. Ich bin quasi alterslos.

Ihr Lieben, ich bin wirklich unendlich dankbar dafür, dass ich mir in diesem wundervollen Land mit euch und vielen anderen tollen Menschen meinen Lebenstraum, das Padam, erfüllen konnte. Ich hoffe auf euer Verständnis und danke euch, dass Ihr da seid!


Zum Wohle aller - zum Besten des Ganzen!


Euer Michel

Übrigens, habt Ihr schon mitbekommen, dass es in dem alten Restaurant einen Tisch-Kicker gibt? Der ein oder andere hat ihn sicher schon im Padam vermisst, also geht gerne rüber und ladet eure Freunde auf ein Spielchen ein.